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Thema: Wie seit ihr zum Hobby gekommen? |
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Der Mann spinnt
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Einträge: 562
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Hallo!
Es würde mich interessieren, wie ihr zu eurem Hobby gekommen seit! Freue mich über zahlreiche Geschichten! Also, haut rein!!! 
Fang ich natürlich gleich mal an! Hier ist meine Geschichte! Ich möchte sie erzählen, um manchen Leuten vielleicht auch Mut und Hoffnung zu machen!!!
Solange ich denken kann, hatte ich totale Panik und Angst vor Spinnen! Ein Erbe meiner Mutter, die mir das "anerzogen" hat! (kein Vorwurf Mutti!!! ) Eine richtige Phobie eben, wie man sich das so vorstellt, mit allem was dazu gehört: Atemnot, Schweißausbrüche, Herzrasen, Schockzustände, Lähmungserscheinungen...usw.!!!  Lustig war das echt nicht! 
Eine gewisse Faszination war aber trotzdem immer irgendwie vorhanden! Fragt mich nicht warum!!!
Im November 1998 habe ich mich von meiner damaligen Freundin getrennt, mit der ich zusammengewohnt habe! Ich also los und ne Wohnung gesucht und gefunden! Das Haus stand mitten in der Botanik! Wälder, Wiesen, Büsche soweit das Auge reichte! Das hatte zur Folge, daß ich fast täglich mindestens eine fette, schwarze Hausspinne in der Wohnung fand! Es war der blanke Horror für mich! Das ging soweit, daß ich nächtelang im Auto schlief, weil sich wieder so ein "Monster" irgendwo verkrochen hatte und ich das wußte! Ich schlief erst wieder in der Wohnung, wenn ich sie zur Strecke gebracht hatte!
Doch so konnte es nicht weiter gehen! Entweder mußte ich die Wohnung aufgeben, was ich nicht wollte, oder mich mit dem Problem auseinandersetzen! Was ich auch tat!
Lange Rede, kurzer Sinn! Ich habe mich in den zehn Jahren, in denen ich in dieser Wohnung wohnte, mehr oder weniger selbst therapiert, bis ich die Spinnen mit einem Glas einfing und wieder in die Freiheit entlies!!! In die Hand nehmen konnte ich sie nach wie vor nicht, das war ausgeschlossen!
Im Glas betrachtete ich die Tiere oft und die Faszination blieb und wuchs! In den letzten Jahren dachte ich dann tatsächlich über den Kauf einer VS nach!
Im August 2009 waren wir auf einer VS-Ausstellung in Schwäbisch Hall! Der Aussteller bot an, eine Spinne (G.rosea) auf die Hand zu nehmen und sich fotografieren zu lassen! Ich nahm meinen ganzen Mut zusammen und tat es! Zum ersten mal in meinem Leben hatte ich eine VS in Händen! Das puschte mich derart, dass die Entscheidung fiel, mir eine VS zuzulegen!
Ich studierte Bücher und das Internet! Durch Zufall lernte ich einen Züchter kennen, bei dem ich meine Tiere kaufte! Er stand und steht mir mit Rat und Tat zur Seite!
Daraus sind nun mittlerweile sechs Tiere geworden die ich ins Herz geschlossen habe, und ein Ende ist noch nicht in Sicht! Die Sucht hat mich erwischt!!! 
Die Angst ist bislang immer noch vorhanden, aber ich arbeite ständig an mir! Es wird von Tag zu Tag besser, je mehr ich mit den Tieren arbeite! Und irgendwann werde ich die Angst besiegt haben!!!
So bin ich auf eher ungewöhnliche Weise zu meinem Hobby gekommen, das ich leidenschaftlich betreibe und nicht mehr missen will!!!
Gruß
Kai
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16.01.10 01:07
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Dark-Nostradamus
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Einträge: 181
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Hi,
Bei uns war es teilweise geplant aber auch ehr spontan.. Spezialisieren wollten wir uns auf Kornnattern (war eher geplant). Umdisponiert spontan auf eine Spinne. Wir wollten nur zum schauen ins Tropenhaus, ohne den gedanken was zu kaufen! Meine freundin aber wollte keine Spinne aus Angst und Ekel zuerst.. War bei ihr aber ein Zwiegedanke, sie fand sie auch interessant. Dann kam es spontan dieses "wollen wir doch???". Wir haben mit der Rosea angefangen mit leichten Oberflächlichen Information uns diese zu kaufen. Mal davon ab das wir nie wieder im Handel kaufen würden, da steckten wieder zu wenige infos am Anfang drüber, was der Handel mit den Spinnen treibt. Dann kam durch ein Kumpel monate später die Psalmopoeus Cambridgei. Waren total stolz auf diese Tiere. Da ich mich auch dazeischen noch im Forum angemeldet habe, um mich zu belesen und woanders auch Ifos hole, wird das Wissen dadurch mehr. Viele Dokus haben wir uns angeschaut. Aus der Laune heraus haben wir uns noch eine Acanthoscurria Geniculata angeschaft. Nun wurde alles zur gewohnheit Tagtäglich Information auf dem neuesten Stand zu holen oder auch Erfahrungen weiter zu geben, aber auch um eigende Zweifel auszuräumen zu erfragen. Wir wollen mehr keine Frage. Auch unser Sohn und unser bald 2. Sohn wird mit den Tieren aufwachsen. Unser Sohn Fragt viel schaut sich viel an und zieht sich mit uns auch aufmerksam die Dokus rein, die wir aus dem Internet oder Fernsehen haben.
Mein Wissensstand ist in mom Ausreichent weil ich sehe, den Tieren geht es gut. D.h ich mach nix Falsch, nix desto trotz müssen immer neue Dinge dazu gelernt werden um es den Tieren so gut wie möglich zu machen. Als Anfänger macht man viel Falsch, aber wenn das nicht wäre, würden man nicht dazu lernen.
gruß Tom
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Antwort mit Zitat Moderator-Info
16.01.10 09:12
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PTAmaus
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Einträge: 132
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Bei mir war die Arachno-Phobie leider um einiges schlimmer und hat sich über die Jahre enorm gesteigert. Es gab Freunde, die ich nicht mehr besuchen konnte, da ihr Haus (Zitat Kai) "mitten in der Botanik" steht. Es durfte kein Fenster ohne Fliegengitter gelüftet werden, ich bin im Dunkel nicht mehr auf den Balkon gegangen und hatte regelmäßig Panikattaken. Im Bus musste mal ein fremder Mann meine Tasche auspacken, weil ich dachte, es sei eine Spinne hinein gefallen (am Ende wars doch nur ne Ameise). Ich hab schon mal ein Auto im Autohaus an der Schranke stehen gelassen, weil ich beim Parkschein in die Schranke stecken eine Spinne am Außenspiegel entdeckt habe. Ich hatte zum Glück einen Beifahrer, der nach meiner Flucht das Auto aus dem Schrankenbereich weggefahren hat. Ich konnte mir nicht mal Bilder von Spinnen ansehen oder auf ein Bild fassen auf dem eine Spinne zu sehen war. Bekloppt, aber es ging nicht. ... ein Mann in einer Bank hat mich letztendlich davon überzeugt eine Therapie zu machen. Freunde und Familie hatten schon lange dazu gedrängt, aber die Phobie war zu groß. Die Therapie war anfangs echt hart,... Konfrontation. Ohne gehts nicht!
Die ganzen Ängste, die ich hatte (z.B. dass mich überall einfach so Spinnen anspringen könnten) erwiesen sich alle als Hirngespinst. Einer Angst begegnet man am besten mit Interesse. Ich habe die Stadtbücherei leer geliehen und alles über Spinnen gelesen. Und dann durfte ich einen Aracchnologen treffen und eine Avi versi anfassen. ...meine erste selbst gekaufte Spinne: Emma, eine Avi versi 
Gruß PTAmaus
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16.01.10 16:20
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Mario2009
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Einträge: 124
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Hey.... 
Hier dann mal meine Story...
Bei mir fing das Interesse für Spinnen ziemlich früh an. Als Kind habe ich ständig Spinnen eingefangen und sie beobachtet, eigentlich war es immer dieselbe Art (Tegenaria atrica), dennoch liebte ich dieses Tier und habe es auch damals monatelang in einem Behälter gehalten. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass jede im August eingefangene weibliche Atrica einen Kokon baut, und aus meinem Zimmer wurde schnell ein Nistplatz für Tegenarias.
Einige Zeit später machte meine Mutter einen kleinen Ausflug nach Polen um Beziehungen mit Verwandten aufzufrischen und nahm mich natürlich mit. Ein Cousin von mir hielt zu der Zeit einige Leguane und Vogelspinnen. Von da an war ich so zu sagen süchtig nach Vogelspinnen, und wollte mir auch direkt welche zulegen.. Dies war zu dem Zeitpunkt leider völlig unmöglich, da einer meiner Schwestern eine schreckliche Phobie gegen Spinnen hatte und meine Mutter die Idee eh nicht als sonderlich berauschend empfand.
Also keine Vogelspinnen für mich..........
Doch ältere Schwestern ziehen zum Glück irgendwann aus (also die meisten ), und Verwandte besucht man ja häufiger.... Nach langen Diskussionen mit meiner Mutter und viel Unterstützung meines Cousins, durfte ich mir endlich Vogelspinnen zulegen, und habe mir direkt auf einem Handelsmarkt in Polen 5 Slings gekauft.
Kling jetzt eigentlich nach einem Happy End, doch jetzt nimmt die Geschichte eine hässliche Wende.
Wieder daheim kaufte ich später immer mehr Vogelspinnen ,und das Hobby wurde schnell zu einer Sucht...(Ihr wisst wovon ich rede ) Ich verbrachte so viel Zeit mit dem Hobby, das meine schulischen Leistungen völlig nachließen, und ich letztendlich von einem Gymnasium in eine Ganztagschule (Hauptschule) versetzt worden bin.
Irgendwann, nach einem langen Schultag kam ich wieder nach Hause, öffnete mein Zimmer, und musste mit Entsetzens feststellen dass alle meine Spinnen weg waren. Später kam mein Vater noch zu mir, drückte mir 50 Euro in die Hand und sagte, dass er alle meine Spinnen verkauft habe. Das war natürlich ein Schlag in die Fresse, nicht nur weil er mir das Beste was ich hatte wegnahm, sondern weil ich für alle meine Spinnen incl. Terrarien min. 400 Euro hätte bekommen müssen....
Ein böser Tag für mich, und ein Guter für de Händler.
Das ganze ging nun so weit, dass ich in ein Internat ziehen musste, da es zu Hause ein wenig ungemütlich wurde.
Das Interesse an Spinnen ging völlig flöten.
2 Jahre später habe ich mir aus Langeweile eine Brachypelma smithi aus dem Internet bestellt, und wie gewöhnlich packte mich dieses Hobby wieder einmal und wie immer wollte ich mehr...!!!
Naja......jetzt wohne ich wieder bei meinen Eltern, mache Abitur, und halte nebenbei 6 wunderschöne Vogelspinnen..
Happy End 
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Antwort mit Zitat Moderator-Info
16.01.10 20:50
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Dark-Nostradamus
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Einträge: 181
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hi,
WOW da kann ich nicht mitreden bei den verrückten Geschichten...^^ Liegt wohl daran das ich so spät anfing und schon lange nicht mehr Zuhause wohne. Gut, meine Freundin guckte auch zu anfangs ein wenig skeptisch, aber daraus wurde keine Diskusion und wir hatten die Tiere. Für uns das passende Argument: Wir hatten alles. Vom Hund über kleintiere bis Katzen-ALLES! Mein -oder besser unser Argument für Spinnen war einfach,wir wollten eine Steigerung. Ich wollt noch ein drauf setzen und noch ein Skorpion haben. Das aber klappt zu 50%. Heisst anders, Kinder einigermaßen groß, dann Skorpion.^^
Witzig war, ich schickte meiner Mutter ein paar Bilder von unseren Tieren, die hat sich geekelt, da wurde aus Gänsehaut schon Pickeln *Lachwech* meinte Sie kommt mich nie besuchen. HIHI doch sie kam, brauchte hilfe beim renovieren.^^ Sie bewunderte meine Tiere und schon wurde aus dem Wohnzimmer eine kleine Tierausstellung.^^ Kommt immer drauf an wie man ein die Tier auf Menschen aufmerksam macht. Umstände sind unterschiedlich, aber im Endeffekt immer das gleiche.
Gruß Tom
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Antwort mit Zitat Moderator-Info
17.01.10 00:37
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